Dr. Anne Ebert - Altamerikanistk

Dr. Anne Ebert
Berlin (Deutschland)

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Profil von Anne Ebert

 

▸ Zur Person

Anne Ebert ist Kulturanthropologin und Altamerikanistin. Sie forscht zu Identitätsformationen im Andenraum und in Mexiko. Ihr besonderes Interesse gilt der Frage, wie Narrative Zugehörigkeit, Indigenität und kulturelles Erbe konstituieren, indem sie durch das Erzählte und das Ausgeblendete kollektive und individuelle Erinnerung wie Vergessen formen.

 

In ihrer Magisterarbeit an der Freien Universität Berlin beschäftigte sie sich mit der Repräsentation sozialer Kategorien in den Casta-Gemälden Neu-Spaniens im Kontext kolonialer Machtverhältnisse. Dort schloss sie auch ihre Dissertation Streben nach Anerkennung (2023) ab, in der sie Vorstellungen von Indigenität rund um das Andin-Amazonische Neujahrsfest im plurinationalen Bolivien untersuchte.

 

▸ Freiberufliche Tätigkeit seit 2022

Wissenschaftslektorat und Redaktion

·      Lektorat, Copy-Editing und Peer-Review von Fachartikeln, Monografien und Forschungsanträgen

·      Redaktionelle Betreuung wissenschaftlicher Publikationen

Sozial- und kulturwissenschaftliche Projektarbeit

·      Konzeption und Durchführung von Projekten in den Bereichen Forschung, Bildung und Soziales – von empirischen Studien über Drittmittelvorhaben bis hin zu Fachkonzepten

·      Wissenschaftliche Recherche und Verfassen von Fach- und Katalogtexten

 

▸ Laufende Projekte

Digitale Zukunft des Vergangenen: Zugänge zum immateriellen Maya-Kulturerbe nachhaltig sichern (seit 2025)

Ein privates Bild-, Ton- und Videoarchiv wird nach FAIR-Prinzipien erschlossen. Ziel ist es, diese Materialien langfristig zu sichern und zugänglich zu machen sowie Perspektiven für ihre weitere Erforschung und Nachnutzung zu eröffnen. Gerahmt wird diese Arbeit von der Frage, was Bewahren im digitalen Zeitalter bedeutet. Gemeinsam mit Katharina Farys.

 

Posnansky ausgraben (seit 2025)

Eine künstlerisch-wissenschaftliche Spurensuche zeichnet die Familiengeschichte des Amateurforschers Arthur Posnansky (1874-1946) zwischen Berlin und La Paz nach. Verstreute Archiv- und Erinnerungsfragmente konturieren dabei eine schwer greifbare Person. Das Projekt entsteht gemeinsam mit einer Nachfahrin.

 

▸ Publikationen

Eine Übersicht ihrer Publikationen findet sich in ihrem ORCID-Profil

 

▸ Vorträge (Auswahl)

·      2026 · Fragmentos y silencios: los años berlineses de Arthur Posnansky (1912-1914), Conferencia Internacional de Bolivianistas, Bonn (angenommen)

·      2026 · gemeinsam mit Katharina Farys: On collaborative digital archiving of traditional practices and knowledges, Congress of the Latin American Studies Association (LASA), Paris

·      2024 · Miradas de/coloniales de los Cuadros de Castas: representaciones, discursos e ilusiones, Cátedra América Latina y la Colonialidad del Poder Aníbal Quijano, Universidad Ricardo Palma, Lima

·      2024 · Forgetting about the Future: Reflecting on Temporal Omissions in Indigenous Concepts of Memory, 8th Annual Conference of the Memory Studies Association, Lima

·      2023 · Negotiating Urban Indigenous Belongings and Identities through Kinship Metaphors in Plurinational Bolivia, Congress of the Latin American Studies Association (LASA), Vancouver

·      2023 · Die Macht der Steine: Zur Bedeutung archäologischer Stätten in der Aushandlung indigener Authentizität im plurinationalen Bolivien, Tagung der Deutschen Gesellschaft für Sozial- und Kulturanthropologie (DGSKA), München

·      2023 · Historias que narran. Significados en tensión en el relato sobre la restauración de la celebración del Año Nuevo Aymara del historiador aymara Inka Chukiwanka, XXXVII Reunión Anual de Etnología, Museo Nacional de Etnografía y Folklore (MUSEF), La Paz

 

▸ Lehre

Lehraufträge und Workshops an der Freien Universität Berlin, der Leuphana Universität Lüneburg und am Museo Nacional de Etnografía y Folklore (La Paz) zu Themen wie Indigenität, kulturelle Räume und Repräsentation (2010-2023).

 

▸ Stipendien und Fellowships (Auswahl)

·      2026 · NFDI4Memory FAIR Data Fellowship

·      2011-2014 · Elsa-Neumann-Stipendium des Landes Berlin

 

Bereich der Kompetenzen

 

Arbeitsbereiche:
Dozentin, Ethnographische Forschung, Immaterielles Kulturerbe, Lektorin, Management von Forschungsprojekten, Projektentwicklung, Qualitative Forschung, Referentin, Sammlungsdigitalisierung, Sammlungsrecherche

Themen:
(kulturelle) Identitäten, Andenregion, Erinnerungskulturen, Ethnographie, Identitätspolitiken, Indigenismus+Indianismus, Indigenität, Kolonialismus, Kulturerbe, Post-/De-/Kolonialität, Ritual-/Festethnologie

Regionen:
Anden, Mittelamerika, Südamerika

Ethnien:
Aymara, Quechua

Länder:
Bolivien, Mexiko, Peru

Sprachen:
Deutsch, Englisch, Französisch, Portugiesisch, Quechua, Spanisch