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Die Zukunft der Kulturarbeit. Fair statt prekär? Beitrag auf MUSERMERKU

 

Wissenschaftliche Mitarbeiter an den Unis nach wie vor prekär beschäftigt. Es wird schlimmer statt besser! Beitrag in der Süddeutschen Zeitung.

 

 

Das Kulturglossar. Ein Vademecum durch den Kulturdschungel.

Von unserem Mitglied Michael Schönhuth 

 

 

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Wieviel (sollten) Freiberufler verdienen? 

Honorar-Umfrage des von

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Weitere Ethno-Infos in unserem bfe-Archiv

 

Zentrale Forderungen

Zentrale Forderungen des bfe

 

 

1. Mehr Stiftungsmittel für ethnologische Projekte

 

Freiberufliche Ethnologen, die eigene Ideen von der Ausstellung über das Medienprojekt hin zum Kulturaustausch realisieren wollen, müssen  in erster Linie erfolgreiche Fundraiser sein. Aus der Praxis ist bekannt, dass in der Regel ca. 80% der Arbeitszeit im Kultursektor aus unbezahlter Geldsuche und Projektentwicklung bestehen, maximal 20% wird bezahlt und beinhaltet dann zumindest teilweise diejenigen Aspekte, die einmal zum Ethnologiestudium motivierten. Als freiberuflicher Ethnologe macht man also permanent die Erfahrung, dass die Ressourcen sehr begrenzt sind und man Absage um Absage hinnehmen muss. Man braucht eine sehr robuste Konstitution, um angesichts dieses objektiven Desinteresses des gesellschaftlichen Mainstreams nicht die Lust an der Arbeit zu verlieren und unter Selbstzweifeln zu zerbrechen.

 

Wo können freiberufliche Ethnologen überhaupt Mittel z.B. für experimentelle transkulturelle Begegnungsprojekte, kollaborative Medienvorhaben mit indigenen Partnern, eine partizipative Internetplattform mit Asylsuchenden oder multiethnische Theatervorhaben beantragen? Wissenschaftsförderung scheidet aus. Die Filmförderungen der Länder sind erstens Standortförderungen  und fördern zweitens praktisch keine Projekte, die nicht in die strengen Raster des formatierten Fernsehens passen. Einige wengeAusnahmen bestätigen die Regel. Und abgesehen davon, dass das Stiftungswesen in Deutschland gemessen am Reichtum der Privathaushalte nicht sehr entwickelt ist, fördert z.B. keine einzige deutsche Stiftung explizit nichtakademische ethnologische Vorhaben (http://www.stiftungen.org/)   Aber selbst wenn das eigene Vorhaben so offen formuliert ist (z.B. unter dem Stichwort „Völkerverständigung“), dass es zum Stiftungszweck passt, wird man sehr schnell feststellen, dass nur wenige Stiftungen fördernd tätig sind, und dass überdies die Chance auf Förderung angesichts des großen Bedarfs an Mitteln meist bei deutlich bei unter 10% liegt. Alternative Finanzierungsstrategien, etwa Crowdfunding, nehmen an Bedeutung zwar zu, aber auch hier scheitert die Mehrzahl der Vorhaben, die durchschnittliche Fördersumme pro Projekt beträgt EUR 4.776,00 und es ist sehr selten, dass wirklich nennenswerte Beträge über 10.000 Euro generiert werden können. (http://www.fuer-gruender.de/kapital/eigenkapital/crowd-funding/monitor/ )

 

Aus diesen Gründen fordern wir sowohl die derzeitigen Stiftungen als auch Gründer künftiger Stiftungen dazu auf, ethnologische Projekte stärker und explizit zu fördern.

 

 

 

 

 

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