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Die Zukunft der Kulturarbeit. Fair statt prekär? Beitrag auf MUSERMERKU

 

Wissenschaftliche Mitarbeiter an den Unis nach wie vor prekär beschäftigt. Es wird schlimmer statt besser! Beitrag in der Süddeutschen Zeitung.

 

 

Das Kulturglossar. Ein Vademecum durch den Kulturdschungel.

Von unserem Mitglied Michael Schönhuth 

 

 

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Wieviel (sollten) Freiberufler verdienen? 

Honorar-Umfrage des von

verdi moderierten mediafon.net

 

 

Weitere Ethno-Infos in unserem bfe-Archiv

 

Ethnologen bei der Arbeit

 

Hermann Parzinger, Präsident der Stiftung Preussischer Kulturbesitz, und Thorolf Lipp, Arcadia Filmproduktion, bei Dreharbeiten zu einem Imagefilm für das künftige Humboldt Forum. (c) Thorolf Lipp

 

Ethnologen bei der Arbeit

 

 

Anette Rein bespricht eine Ausstellungsübernahme im Südtiroler Archäologiemuseum in Bozen. (c) 2005

 

 

 

Ethnologen bei der Arbeit

 

Kerstin Volker-Saad im Künstlergespräch mit Engdaget Legesse. Galerie Listros, Berlin. (c) Dawit Shanko 2013

 

 

Susanne Schröter kommentiert das Moscheeverbot in Berlin und plädiert für Prävention

Honorar-Empfehlungen

 

Die Berechnung der Honorare freiberuflicher Kulturwissenschaftler sollte sich grundsätzlich nach dem tatsächlichen Zeitaufwand richten. Gegebenenfalls ist bei den Auftraggebern Akzeptanz dafür zu wecken, dass bei ungenau definierten Rahmenbedingungen keine Pauschalverträge abgeschlossen werden können.

 

 

Vorschlag für nach Arbeitsaufwand gestaffelte Stundensätze

Wir schlagen unter Heranziehung der oben genannten Größen und unter Berücksichtigung von 30 Tagen Jahresurlaub und zehn Krankheitstagen einen Stundensatz vor, der 35 Euro (netto) nicht unterschreiten sollte. Damit ist allein der Arbeitseinsatz eines akademisch Qualifizierten mit einer den Festangestellten vergleichbaren sozialen Absicherung abgedeckt (die Versicherung bei der KSK vorausgesetzt).

 

Hinzuzurechnen sind in jedem Fall die individuell entstehenden Geschäftskosten, beispielsweise für Miete, Umlagen, Heizung, Reinigung, Telekommunikation, Materialkosten, Versicherungen, Rechts- und Steuerberatung, Büro- und Forschungsausstattung (Geräte, Bibliothek), Fortbildung, Beiträge in Berufsverbänden etc. Der öffentliche Dienst setzt die indirekten und die Arbeitsplatzkosten derzeit mit rund 10.250 Euro jährlich an. Realistischerweise ist also ein Stundensatz von mindestens 40 bis 60 Euro anzusetzen. Wünschenswert wäre ein Stundensatz von mindestens 75 Euro bei wissenschaftlicher Tätigkeit wie Erarbeitung von Ausstellungskonzepten und -texten oder wissenschaftlich fundierten Publikationen.

 


 

Wissenschaftliche Tätigkeiten:

 netto

Betreuung und Durchführung von Forschungsprojekten                  

€ 60 bis 90

Ausstellungskonzeption und -realisation

€ 60 bis 90

Erarbeitung von Publikationen

€ 60 bis 90

Lektorat

€ 40 bis 75

Auswertung von Archivalien und Literatur

€ 60 bis 90

 

Beratungstätigkeiten:

 

Museumsberatung

€ 60 bis 90

Medienberatung

€ 40 bis 90

Öffentlichkeitsarbeit

€ 40 bis 60

Kunst- und Antiquitätentaxierung

€ 50 bis 75

 

 

Praktische Tätigkeiten:

 

Durchführung von Recherchen

€ 35 bis 75

Text- und Bildredaktion

€ 40 bis 60

Archivbetreuung

€ 30 bis 50

Inventarisierung

€ 40 bis 50

Führungen (1,5 Std.)

€ 40 bis 60

 

Nebenkosten (z.B. Archivgebühren, Reproduktionskosten, Kuriere etc.) und Spesen (Reisekosten) sind gesondert abzurechnen.

 

 

Vorschlag für Aufwandsentschädigungen


Experteninterviews für Fernsehen und Radio

 

Radio öffentlich-rechtlich                

€ 60

Radio privatrechtlich

€ 100

Fernsehen öffentlich-rechtlich

€ 200 - 1000

Fernsehen privatrechtlich

€ 200 - 1000

   
   

 

 

Tagessatz

Analog zu den Stundensätzen sollte ein Tagessatz zwischen 300 und 700 Euro liegen. Bei der Wahl des Tagessatzes ist insbesondere zu berücksichtigen, ob ein Projekt unter großem Termindruck steht - beispielsweise wegen sehr später Auftragsvergabe; dann sollte ein höherer Satz berechnet werden, da einerseits mit mehr als acht Stunden Arbeitszeit pro Tag gerechnet werden muss und andererseits eine höhere Qualifikation/längere Berufserfahrung für kompetente und termingerechte Arbeit notwendig ist.

Nebenkosten (z. B. Archivgebühren, Reproduktionskosten, Kuriere etc.) und Spesen (Reisekosten) sind gesondert abzurechnen.

 

So weit unsere Anregungen zur Honorar-Frage. Doch wie sieht die Realität der Honorarberechnung aus? Aufschlussreich ist der Blick auf die Seite mediafon.net von verdi. Hier finden Selbständige weitere Informationen zur Honorarfrage und können in einer seit Sommer 2012 betriebenen Datenbank abfragen, was andere für Ihre Leistungen in Rechnung stellen.

 

Interessant ist in diesem Zusammenhang auch die Initiative art but fair die deutlich macht, dass im Kunst- und Kulturbetrieb allenthalben Lohndumping, Ausbeutung und unverantwortlicher Umgang mit den Akteuren zur Regel geworden ist. Die hier derzeit entwickelten "goldenen Regeln künstlerischen Schaffens" formulieren Forderungen an die Auftraggeber, um ein faires Miteinander zu gewährleisten.

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